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FULL HOUSE: design by Stephan Diez

Vom 15.-22.01.2017 war die buschfeld Kollektion im Rahmen der Internationalen Möbelmesse Köln an zwei Orten zu sehen. Das lightlight System, ein buschfeld Klassiker, wurde in modifizierten Versionen in der Werkschau „Full House: Design by Stefan Diez“ im Museum für Angewandte Kunst Köln vorgestellt. Es war dort maßgeschneidert integriert in das New Order Regalsystem, das Stefan Diez 2012 für Hay gestaltet hatte und nun im Museum die Matrix für seine Ausstellungsarchitektur bildete.
 

Temporäre Beleuchtung, mit hohem Nutz- und Mehrwert: In der Ausstellung im MAK Köln, die noch bis zum 11. Juni 2017 andauert, war ein facettenreiches Lichtkonzept gefragt: Sowohl die außergewöhnliche Ausstellungsmatrix von Stefan Diez mit zellenartigen Elementen und offener, über drei Stockwerke reichender vertikaler Hyper-Struktur als auch die Architektur des MAK mit extrem hohen Decken stellten eine besondere Herausforderung an die Beleuchtung dar: Es wurde punktuelle, gerichtete und atmosphärische Beleuchtung benötigt, um die Produkte des Diez Office aus der Nähe und Ferne optimal in Szene zu setzen. 

Das lightlight System haben wir zu einem zeitgemäßen Werkzeug von Stefan Diez gemacht.

so Stephan Blass, Geschäftsführer von buschfeld. "Wir haben unsere Lichtlösungen innerhalb kürzester Zeit an die Anforderungen der Werkschau angepasst. Zudem haben wir das Glück, mit dem Leuchtmittelhersteller Soraa aus Kalifornien zu kooperieren und sehr hochwertige, fortschrittliche Vollspektrum Lichtquellen zu nutzen, die auch im diffizilen Museumskontext hervorragend funktionieren. Retrofit Lösungen sind möglich: Wir können unsere Klassiker wie lightlight® mit neuen Lichtquellen und anderer Leistung bestücken und machen sie damit zu den modernsten Beleuchtungen auf dem Markt."

Die Schau zeigt insgesamt etwa 302 Meter installierte lightlight® Lichtschienen und um die 40 Regalböden, die Licht integrieren. Mit der Kollektion lassen sich Dank der herausragenden Qualität sehr viele technische Merkmale herausholen. „Wir haben die Beleuchtung nicht nur wie üblich in die Horizontale sondern in die Vertikale gebracht, auf die Ebene des Betrachters“, erklärt Stephan Blass. In der Schau wird mit dem max Strahler sogar aus 10-15 Metern Entfernung ein Stuhl von Stefan Diez perfekt in Szene gesetzt. Der gleiche Strahler kann – bestückt mit einem Leuchtmittel, das eine andere Optik und einen anderen Abstrahlwinkel aufweist – aus 30 cm optimal flächig ausleuchten. – Dann sieht man, dass es angenehm gleichmäßig hell ist, aber man erkennt nicht sofort, wo das Licht herkommt. buschfeld hat das schmale lightlight Schienensystem nahtlos in die New Order Regalböden eingebaut. Eine Perfektion, die so selbstverständlich daher kommt, als sei die Produktsymbiose schon immer da gewesen.

Je nach Kontext ist es essentiell, dass die Leuchten ein dezentes Design haben, damit sie nicht in Konkurrenz mit Exponaten oder dem Interior treten. Bei buschfeld ist auch das Schienensystem filigran genug, dass es sich, wenn gewünscht, dezent einpasst in jede Architektur.

"Es ist eine Sache, die man weiter denken kann! Das eingebaute Licht in den Hay-Fachboden ist unter Umständen ein richtig interessantes Projekt: Das gibt es so nicht auf dem Markt, braucht man aber dringend. Für Displays, Messen, Shops etc. Firmen, die Möbel bauen, haben übrigens in der Regel keine Kompetenz, was das Licht anbelangt" resümiert Stefan Diez. Inwiefern diese Synergien aus dem Ausstellungsprojekt neue, konkrete Projektmöglichkeiten darstellen, wird derzeit im Diez Office, bei Hay und bei buschfeld eruiert.

Text: Kathrin Spohr
Photos: Diez Office, G. Kellermann, C. Meyer